David Bowie, Tilda Swinton – was will man mehr? “We have a nice life.” Wir auch?
(<3 Janos‘ Facebookfeed)
David Bowie, Tilda Swinton – was will man mehr? “We have a nice life.” Wir auch?
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Aus der Reihe Playlists, die keiner braucht, kommt nun die Fortsetzung zum nie erschienen ersten Teil einer Triologie, deren Fortführung äußerst fraglich erscheint. Dennoch handelt es sich hier um die Antwort auf die Frage, was ihr heute Abend spielt, wenn ihr euch zum 3. Mal überhaupt rasiert, oder unter der Dusche ein bisschen an Katja denkt, bevor ihr später dann doch wieder nicht mit ihr sprecht. Vielleicht spielt ihr diese Playlist aber auch auf eurer WG-Party, zu der fast alle nicht gekommen sind. Wer weiß das schon, denn eigentlich ist es auch egal. Fuckt ist, ihr hättet niemals so viele Tracks von alleine auf Spotify gesucht und in eine Playlist feinsäuberlich rübergeklaut. All das taten wir, weil wir verliebt und rallig sind. Folgt dem Hasen und machte heute Abend endlich mal was richtig. Gute Nacht am Nachmittag.
Das neue Jahr beginnt und wir alle haben immer noch genauso viel zu tun, wie vor Weihnachten, nur dass wir nun froh sind, dass es erstmal ein Jahr dauert, bis wieder diese Festivität in Form von Nadelbäumen in unseren heimischen Wohnzimmern gastiert. Ein Rückblick lohnt nicht und ein Ausblick sowieso und überhaupt auch nicht. Wir machen weiter, wie gehabt und suchen nach dem Lebenslauf mit Perspektive. Unfreundliche Menschen bleiben unfreundlich und wir verstehen sie immer noch nicht. Die Senseo Kaffeemaschine verstaubt langsam. Manchmal entdecken wir sie in der Küche und fragen uns, was wir wohl dieses Jahr unbedingt anschaffen müssen, von dem wir aber gerade noch nicht wissen, dass was wir es unbedingt brauchen. Während andere Hasch rauchen und Geld brauchen, brauchen wir es auch, aber ohne Hasch. Irgendwas passt da doch nicht. Egal, denn wir haben nun ein Jahr Zeit alles zu klären und am Ende wird alles anders sein, oder doch nicht? Liebe Grüße, euer Lebenslauf mit Perspektive.
Wir wollen doch eigentlich alle endcool durch die Straßen fahren und uns mit diesem mobile Konsumgut, was wir steuern, etwas besser fühlen und ich sage, das ist ok und absolut nicht verboten! Autofahren ist das Größte, vielleicht aber auch nur für den Moment, jedenfalls ist es ziemlich schnafte, ein korrektes Gefährt ordentlich durch die Stadt zu ballern, oder aber einfach nachts allein über Landstraßen zu fahren. Vielleicht habt ihr aber auch euer Mädchen dabei und könnt lässig euren Arm auf ihren Sitz legen. Definitiv kann Autofahren was. Das muss sich auch Kavinsky gedacht haben und das nicht erst, seitdem er auf dem Drive Soundtrack ordentlich vorgelegt hat. Hier ist ein freshes Stück Filmgeilheit, in dem eigentlich nur rumgefahren wird. Ihr habt nach dem Grund gefragt? Nightcall EP!
Dieser Track ist ein weiterer Beweis dafür, dass wir nur ausgedacht sind, so unverfroren frech, wie er jetzt auf Thangs Blog auftaucht und vorher schon sein Unwesen auf einer CD trieb, welche vornehmlich im Raum Wuppertal abgespielt wurde. Nichts ahnend klickt man auf play und nippt kurze Zeit später lächelnd am heilbringenden Erkältungstrunk.
Wir sind ausgedacht, sage ich. Wie eines zum Anderen führt, wie die Zufälle, Zufälle sind. Es kann nur so sein, das wir ausgedacht sind und jemand dort an einer wunderbaren Geschichte herum denkt. Selbst die Dinge, die nicht zu funktionieren scheinen, lösen andere Aktionen aus, welche wiederum genau im richtigen Moment zu geschehen scheinen. Im Moment, wo ich den Boden unter den Füßen zu verlieren scheine, lande ich in einer ganz neuen Welt und alles erscheint plötzlich so unglaublich richtig zu sein. Da steht ein Delorean DMC 12 am Sonntagmorgen vor der Tür und alles ist mehr Traum, als Wirklichkeit. Nie wieder Mittelmaß sage ich, nie wieder den Weg aller gehen. Ich will nichts von Schicksal hören, doch behaupte ich nun, wir sind ausgedacht. Du und ich, wir beide. Nie wieder Sorge vor dem Ungewissen, nie wieder nicht wissen, was man machen möchte, denn eigentlich weiß man es immer. Stattdessen mehr versuchen, mehr trauen, mehr springen, kopfüber! Ich folge dem weißen Kaninchen! Alle, die nicht mitspielen, alle die uns nerven und alle, die wir nicht mögen, ohne euch würde es nicht gehen. Ich mag euch immer noch nicht, aber ihr haltet uns auf Kurs, wenn ich einen Bogen um euch machen muss. Ihr zu früh schließenden Läden, ihr verpeilten Kollegen, ihr Hater und ihr Spinner, ihr Reifenplatzer, ihr Züge mit Verspätung, die Wahrheit ist, auch ihr seid nur ausgedacht und wir brauchen euch. Ich sage es nicht gerne, aber wir brauchen euch. Wir, du und ich, wir beide. Ohne euch gäbe es kein wir und ohne euch, hätten wir nicht zueinander gefunden. Ihr seid Schuld, Schuld an allem, Schuld am Wir. Also kommt nur und nervt uns, seid verpeilt und macht unser Leben zu dem, was es ist, mit all den Verspätungen, den verschlossenen Türen und den gesperrten Treppen, denn unser Leben ist schön. Wir sind nur ausgedacht.
Sieht ein wenig nach Romain Gavras aus, der ja mein persönlicher Held und Vorbild auf Lebenszeit ist, doch diesmal war er es aber nicht. Schaut so aus, als ob sich da eine neue Kampagne aufbaut. Ich bin gespannt, erstmal gefällt der Style rund um die Graffiti Szene Sao Paulos. Mal schauen, ob mich die Visuals von ASOS ähnlich zu beeindrucken wissen, wie Adidas damals mit der All IN Kampagne.
(<3 Hyperbeast)
Ihr kennt das. Unruhe macht sich breit. Ihr wisst, alles ist gut. Die Miete bezahlt, das iPhone 5 wieder abbestellt und alles ist fett und rosig. Doch, im hintersten Zimmer eures verwahrlosten Verstandes, scheint noch ein Fenster zum Hof offen zu sein. Eine merkwürdige Kälte scheint von irgendwoher zu strömen. Zeit sich tief im Hoodie zu vergraben, bevor der Regen einsetzt. Es wird nicht irgendein Regen sein, sondern dieser fiese Norddeutsche. Hamburger Kinder wissen, was ich meine. Kapuze aufgesetzt, die letzte Zigarette im Mund, das Feuerzeug schon in der Hand und den richtigen Track für diese Situation auf den Ohren. Eure Art euch zu wappnen. Vielleicht schmeckt ihr auch gerade den guten Wiskey, den ihr nur für diese Momente bereit haltet, oder blickt aus dem Fenster eures Autos, wie ihr ohne Ziel über die Straßen eurer Heimat fahrt. Wir wissen nicht was kommt. Vielleicht ist es uns egal, vielleicht wollen wir uns eine neue blutige Lippe holen und schmecken, was Leben ist. Wir wissen, wir werden verlieren und es wird nicht leicht. Wir werden uns beweisen müssen und wir werden verlieren, um am Ende vielleicht doch siegen zu können. Gerade aber schmecken wir nur den bitteren Geschmack, fühlen die nahende Kälte und drehen den Track lauter.
Boar Dennis, boar Flapp! Es ist schwer keine kleine Fanhure zu werden und diese visuellen Statements zum Sommer nicht in den Himmel zu heben. Was ihr da in diesem Sommer angerichtet habt, macht so viel Lust auf den nächsten Festivalsommer. Ich verachte den Winter jetzt schon und möchte für immer eine Welt, wie sie eure Filme zeigt. Mir war das ganze schon fast ein wenig über. Anreisestress, Zelt aufbauen, Tage lang vom Grill leben und die Existenz von Duschen einfach ignorieren. Wer sich das freiwillig zwischen die unangenehmen Arbeitstage prügelt, der hat doch das Prinzip von Urlaub nicht verstanden. Ich fühlte mich alt, als ich diesen Gedanken im letzten Sommer fasste. Spätestens nach dem Hurricane hattet ihr mich aber wieder auf Kurs und ich wollte nicht nur auf ein Festival, ich wollte selbst einen Film machen. Nun einige Monate später ist da wieder ein Bändchen an meinem Arm und der Film existiert. Ich bin eine gute Erfahrung reicher und ersehne den nächsten Sommer. Ich bin doch noch nicht zu alt. Gut zu wissen!
Manchmal will ich einfach aufstehen und gehen. Ich hasse das, weil ich es nie tue und das resultierende Gefühl ist schlimmer als so Vieles. Keinen Mut haben, nicht das Selbstbewusstsein, von mir aus auch die Eier das zu tun, was nötig ist. Hinschmeißen ist für Anfänger. Aber aufstehen und alles neu machen, das ist für die Profis im Leben, von denen ich irgendwie keinen kenne – oder zu wenige. Denn ich will kein Anfänger sein, sondern lernen, wie ich das hier schaffe – was auch immer “das” ist.
Für alle, die es noch nicht verstanden haben. Das ist es, worum es hier geht: Der Weg zum Profi – und bis dahin: Strike a pose, strike a pose.
(<3 motor.de)