Beat your heart out

Seit ein paar Monaten renne ich, ohne mich wirklich zu bewegen. Es ist ein wenig, wie diese Sequenzen in unseren Träumen, wo wir am Ende gar nicht mehr wissen, wo wir eigentlich hin wollten und alles um uns herum sich längst geändert hat, wenn wir endlich hinterfragen, was das hier eigentlich soll. Der unbändige Drang ein rettendes Ufer zu erreichen bleibt. So rennt man und rennt, ziellos und weit. Man verausgabt sich und lotet die eignen Grenzen aus. Es muss ja etwas geschehen, denn die Unzufriedenheit wächst ebenso, wie die Angst vor dem Gewitter, welches bald hereinzubrechen droht. Abkürzungen werden zu Umwegen und Türen schließen sich direkt vor der Nase. Weggefährten sind doch nur wenige von vielen, die letztendlich nur eine Erfahrung beigetragen haben, aber nicht geholfen haben, den Weg schneller zurückzulegen, oder ihn zu finden. Das Herz schlägt noch und es schlägt schneller. Es treibt an und es zerreißt uns. Es hält uns wach, wenn wir schlafen müssten. Es lässt uns verzweifeln und doch Mut finden weiterzumachen. Am Ende bleibt nur eine Sorge. Bin ich immer noch der, der ich gewesen bin, oder hab ich mich auf dem Weg schon lange verloren?

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