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Du hast Angst vor’m Pterodactylus!


Die Menschen haben Angst. Früher wurde man vom Pterodactylus verfolgt und musste sich echt Gedanken machen, wie man das mit dem Winter jetzt regelt. Da war die Sorge noch gerechtfertigt. Als gesunder Mitteleuropäer geht es einem eigentlich ziemlich gut. Kein Pterodactylus, Winter ist auch ganz schnafte, denn da können wir uns über das Wetter beschweren, oder über die S-Bahnen, die nicht so gut funktionieren wollen. Trotzdem haben wir alle ständig Angst. Wir könnten den Job verlieren, oder keinen bekommen, wenn wir gerade mal keinen haben. Wenn wir einen Job haben, den wir verlieren können, dann überlegen wir, ob wir ihn nicht wechseln sollte, denn man muss ja dem Schicksal immer einen Schritt voraus sein. Die Wege scheinen vorgegeben. Abweichen birgt Risiken die wir nicht einschätzen können und plötzlich googelst du Pterodactylus, weil du dir nicht sicher bist, ob die Teile wirklich ausgestorben sind, denn immerhin sind sie ja auf deinem Dinosaurierschlafanzug abgedruckt. Kurz gesagt, wir haben ständig Angst. Angst die uns lähmt, wenn wir uns bewegen sollten. Angst, die uns Perspektiven nimmt und Angst die völlig unbegründet ist. Eben wegen dieser Angst trennen wir uns von den Menschen, die wir mehr als alles andere brauchen, denn wir wissen ja, das die Beziehung eh nicht Bestand hat. Wir rufen unsere Eltern nicht an, weil wir ja genau wissen, da ist diese Sorge in uns, die wir ihnen nicht erzählen wollen, weil es uns ja eigentlich superdupi guti geht, doch zum Lügen sind wir zu faul. Wir versuchen nicht unsere Traumjobs zu bekommen, denn wir sollten ja zufrieden sein, den Job zu haben, den wir jeden Tag verfluchen. So vertrauen wir uns nicht mehr. Wir laufen weg, verkriechen uns und belügen uns selbst, statt das zu tun, was wir besser tun sollten. Überhaupt trauen wir uns nur zu träumen, was vorgegeben scheint. Senior Art Director bei Jung von Matt in 5 Jahren will da einer werden, ohne jemals in einer Agentur gearbeitet zu haben. Warum? Weil es cool ist und weil er auch irgendeine Angst hat, die ihn davon abhält das zu tun, was er eigentlich möchte. So sitze ich hier, in meinem Dinosaurierschlafanzug, bin mir jetzt wirklich sicher, Pterodactylen gibt es nicht mehr und überhaupt braucht man eigentlich keine Angst haben, denn ich weiß, ich werde die nächsten 6 Monate gut klar kommen, auch wenn da der Winter kommt. Eigentlich doch ziemlich schnafte, oder?

3 Responses to Du hast Angst vor’m Pterodactylus!
  1. Louisa Antworten

    Your post is a timely couiitbntron to the debate

  2. http://www./ Antworten

    finefroghair:You got skills in poetry. In the future I would like for you if you don't mind to write one for blog that I can post on my sidebar. I would be honored if you do.

  3. http://www./ Antworten

    “I also think its worth mentioning that you are absolutely and idiot for saying that this is a shot for shot remake. Bull. No one listen to that. It’s a complete biased exaggeration. The trailer alone boasts new additions to the story that can’t be brushed off as “minor” additions.”What has Reeves added to the story besides the photograph of Hakan and the cop who doesn’t do anything besides getting nommed on at the end by Abby?

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